Lecithin

Lecithine (Phospolipide) sind Bausteine jeder Zelle und somit untrennbar mit allen Lebensvorgängen verbunden. Sie enthalten Cholin und Inositol, zwei Stoffe, die unerlässlich für einen geregelten Cholesterin- und Fettstoffwechsel sind. Lecithine sind bekannt als sogenannte “Nervennahrung”. Sie verkürzen die Erholungsphase und Regeneration insbesondere nach geistiger oder körperlicher Belastung. Lecithinmangel führt zu Nervosität, frühzeitiger Ermüdung, mangelnde Konzentration, Abgespanntheit und Leistungsverlust.

Laktat

Laktat ( Milchsäure ) ist das Endprodukt des anaeroben Stoffwechsels. Es ist ein Salz der Milchsäure. Es entsteht im Stoffwechsel von Lebewesen bei unvollständiger Verbrennung von Glucose.

Wird der Muskulatur über die Lunge und dem Kreislauf nicht genug Sauerstoff zugeführt, bildet sich das Laktat. Eine Übersäuerung kann die Folge sein, es entsteht der sogenannte Muskelkater, ein Zustand, den vor allen Dingen Ausdauersportler zu meiden suchen.

Bei Muskelarbeit ist der Laktatwert erhöht.

Walnuss

Der Walnussbaum lässt sich in ganz Europa finden, ist aber auch in vielen anderen Teilen der Welt verbreitet. Die Blätter werden nur für therapeutische Zwecke verwendet. Zu den darin enthaltenen Wirkstoffen zählen Gerbstoffe, Flavonoide, essentielle Öle und eine Substanz, die bei der Bekämpfung von Pilzbefall hilfreich ist.

Man behandelt mit Walnuss Entzündungen der Schleimhäute, des Verdauungstrakts, der Kehle, des Gaumens und sogar der Augen. Gute Ergebnisse wurden auch bei verschiedenen Hautkrankheiten erzielt. Nur in sehr seltenen Fällen wurden Nebenwirkungen bekannt, und nur bei Patienten, die allergisch auf Gerbstoffe reagieren. Walnuss kuriert Entzündungen aller Art und bewirkt eine Art Generalreinigung des Körpers.

Wacholder

In fast allen Teilen Europas und seiner Nachbarländer sowie in bestimmten Regionen der USA, Nordafrikas und Nordchinas findet sich diese Pflanze. Wacholder erreicht als Baum eine Höhe von über 10 m, doch es gibt auch Büsche, die nur ca. 1/2 m hoch werden. Der Baum braucht viel Sonne.

Verwendet werden die Beeren, an die allerdings wegen der Nadeln nur schwer heranzukommen ist. Sie werden werden sowohl für kulinarische als auch medizinische Zwecke eingesetzt.

Wacholderbeeren werden dem Gin und anderen hochprozentigen Getränken zugesetzt. Sie sind ein ausgezeichnetes Stimulans und haben sich besonders bei Nierenleiden bewährt.

Ihre Wirkstoffe bestehen aus: essentielle Fette, organische Säuren, einige Bitterstoffe und 30% Zucker. Sie sind bestens geeignet, Blähungen zu bekämpfen und wirken besonders auf die Harnwege und Nieren. Auch der Magen wird gekräftigt. Die ungesättigten Fette wirken keimtötend.

Zwei Esslöffel zerdrückte Beeren ergeben eine Tasse Tee. Ehe er getrunken werden kann, muss er 15 Minuten ziehen. Zwei Tassen täglich haben sich bei Magen – und Darmbeschwerden bewährt.

Die Wirkstoffe der Wacholderbeeren sind hochgradig keimtötend. Toxische Stoffe und Ablagerungen von Harnsäuren werden abgebaut.

Man nennt den Wacholder auch den”Lebensbaum”. Er wird schon seit Jahrtausenden verwendet. Auch zur Herstellung von Gin wurde die Pflanze schon lange vor dem 16. Jahrhundert verwendet.

Der Gehalt der Beeren an essentiellen Ölen kann bis zu 2% betragen.

Wie kommt es zu Vitaminmangel?

Ein Vitaminmangel entsteht, wenn nicht genügend Vitamine mit der Nahrung aufgenommen werden – etwa durch einseitige Ernährung – und die körperlichen Reserven erschöpft sind. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn ein erhöhter Vitaminbedarf besteht, etwa bei Leistungssportlern, schwangeren Frauen, während und nach Erkrankungen und bei Rauchern sowie bei regelmäßiger Einnahme bestimmter Medikamente.

Auch Diäthalten zur Gewichtsreduktion kann die Vitaminversorgung gefährden. Schlankheitsdiäten unter 1200 kcal sind in der Regel Mangeldiäten an essenziellen Mikronährstoffen. Wenn schließlich bei Senioren im höheren Alter der Energieumsatz abnimmt, werden auch diese zur Risikogruppe für eine unzureichende Vitaminversorgung. Dann besteht nämlich die Schwierigkeit, mit entsprechend reduzierter Nahrungsmenge einen unvermindert hohen Vitaminbedarf zu decken.

Aus diesen Zusammenhängen ergeben sie als besondere Zielgruppe für eine nahrungsergänzende Vitaminzufuhr:
Schwangere und Stillende;

  • geistig und nervlich besonders Beanspruchte;
  • Leistungssportler;
  • Senioren;
  • Diäthaltende;
  • Rekonvaleszenten und Menschen mit chronischer Arzneimitteleinnahme;
  • Menschen mit hohem Genussmittelkonsum (Nikotin und Alkohol).

Ein weiterer Grund für einen Vitaminmangel kann wie folgt begründet sein. Vitamine sind bei der Lagerung und Nahrungsmittelzubereitung empfindlich gegenüber Sauerstoff, Licht und Wärme. Die wasserlöslichen Vitamine können durch Wasser ausgelaugt werden. Dadurch können erhebliche Verluste enstehen.

Vitamin-Funktionen auf einen Blick

  1. Stoffwechselsteuerung als Coenzymbestandteile;
  2. Gewährleistung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit;
  3. Nervenfunktion und Stress-Schutz;
  4. Präventiver Gesundheitsschutz (Antioxidanzienwirkung, Stärkung des Immunsystems, Homocysteinabbau, Schutz vor Neuralrohrdefekten.

Vitamine sind organische, nicht Energie liefernde essenzielle Mikronährstoffe, die dem Körper als solche oder in Form von Vorstufen (Provitamine) mit der Nahrung zugeführt werden müssen, da sie nicht oder nicht in ausreichendem Umfang im eigenen Stoffwechsel gebildet werden können. Sie werden in geringsten Mengen (mg oder mcg) benötigt.

Der Name “Vitamine” als Sammelbegriff für die gar nicht einmal einheitliche Stoffgruppe wurde vom polnischen Arzt Kasimir Funk geprägt. Er schuf das Kunstwort “Vitamin” aus “Vita”, lateinisch Leben, und “Amin” gleich Stickverbindung. Er wusste allerdings nicht, dass diese Benennung keineswegs dem stofflichen Charakter der Gesamtgruppe gerecht wird. In der Folgezeit wurde erkannt, dass auch aminfreie Verbindungen diese lebenswichtigen Vitaminfunktionen erfüllen. Der Begriff “Vitamin” bliebt jedoch bestehen und hat sich international durchgesetzt.

Ein Vitaminmangel durchläuft aufgrund unterschiedlicher Speichermöglichkeiten verschiedene Stadien und kann sich mit mehr oder weniger unspezifischen, leichteren Mangelsymptomen als Hypovitaminose (z. B. Müdigkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Infektanfälligkeit) oder als ausgeprägter charakteristischer Mangel in Form einer Avitaminose (z. B. Skorbut bei ernsthaftem Vitamin-C-Mangel) äußern.

Der Körper besitzt gewisse Speichermöglichkeiten für Vitamine. Für die fettlöslichen Verbindungen und Vitamin B12 sind sie größer, für alle anderen wasserlöslichen Vitamine geringer.